Location: Universitätsbibliothek Basel, Vortragssaal 1. Stock
Organizer:
Universitätsbibliothek Basel
Die mit Basel eng verbundenen Humanisten Johannes Reuchlin, Desiderius Erasmus von Rotterdam und Sebastian Castellio waren begnadete Philologen und Denker, deren Werke oft Meilensteine der europäischen Literatur- und Wissenschaftsgeschichte bilden. Sie waren zu Lebzeiten aber auch umstritten. Denn sie wollten keine bloßen Stubengelehrten sein, sondern wagten es, Autoritäten infrage zu stellen und ihre Stimme auch dann zu erheben, wenn dies gefährlich war. Wie sie die Rolle des öffentlichen Intellektuellen zu ihrer Zeit ausfüllten, und warum sie dies jeweils taten, ist auch für die Gegenwart von erheblicher Relevanz. Glaube, Kultur und das Gewissen jedes einzelnen Menschen stehen gegenwärtig unter gewaltigem Druck. Der Vortrag lotet aus, inwiefern drei Humanisten des 16. Jahrhunderts uns Mut machen können, wenn es gilt, die Menschlichkeit auch gegen den Mainstream zu verteidigen.
Vita Matthias Dall’Asta
Dr. phil., geboren 1963 in Hannover, studierte evangelische Theologie, Klassische Philologie und Italianistik in Tübingen, Göttingen und Rom. Nach dem Referendariat in Berlin mit den Fächern Latein und Griechisch promovierte er in Göttingen mit einer Arbeit zur Rezeption von Philostrats Vita Apollonii in der Renaissance. Seit 1994 ist er Mitarbeiter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, zunächst bis 2007 in der Reuchlin-Forschungsstelle in Pforzheim und seit 2008 in der Melanchthon-Forschungsstelle in Heidelberg tätig.
Treffpunkt: 18:00 Uhr, UB Hauptbibliothek, Vortragssaal (1. Stock)
Dauer: 75 Minuten
Der Eintritt ist kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.
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