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«Brücken der Zeit» – Übergabe wertvoller Bestände an die UB

Noah Regenass, Bereichsleiter Historische Sammlungen, zeigt dem Publikum ein Sammlungsstück aus den Beständen der UB.

Noah Regenass, Bereichsleiter Historische Sammlungen, zeigt dem Publikum ein Sammlungsstück aus den Beständen der UB. Foto: Johann Frick

Feierliche Übergabe wertvoller Bestände von Basler Institutionen und Donator*innen an die Universitätsbibliothek Basel am Donnerstag, 8. Januar 2026.

Als «Brücken der Zeit» bezeichnen wir ausgewählte Bestände, die während des letzten Jahres in das Eigentum der UB übergingen oder als dauerhaftes Depositum übergeben wurden. Hiermit schreiben wir eine Tradition fort, die bereits bei der Bibliotheksgründung vor 555 Jahren entstanden ist. Seit ihren Anfängen lebt die UB vom Austausch mit der Stadt, von ihren Sammlungen und deren Stifterinnen und Stiftern. Zahlreiche Sammlungen gelangten im Lauf der Jahrhunderte an die UB, wo sie sorgsam gehütet und erschlossen wurden und nun Stück für Stück digitalisiert werden. Der Bestandszuwachs durch historische und zeitgenössische Schenkungen, Vor- und Nachlässe stellt auch heute ein wichtiges Standbein unserer Sammlungen dar. 

Im vergangenen Jahr konnte die UB, vorwiegend durch Schenkungsverträge, mehrere wertvolle Sammlungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Privatpersonen, Stiftungen, Institutionen und Gesellschaften sichern und für die Zukunft bewahren. Am 8. Januar 2026 feierte die UB im Beisein von Rektorat und Vertreter*innen des Kantons Basel-Stadt diese vertragliche Bindung zur Förderung der Wissenschaft und zur langfristigen Sicherung dieser wertvollen Kulturgüter für Forschung und Öffentlichkeit. Es sind dies:

  • Allgemeine Lesegesellschaft Basel
  • Bernoulli-Euler-Gesellschaft (BEG)
  • Digitales Archiv der schweizerischen Friedensstiftung swisspeace
  • Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (ehemals Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde)
  • Evangelische Kirche Basel-Stadt
  • Israelitische Gemeinde Basel (IGB)
  • Legat Roger Alfred Stamm
  • Naturforschende Gesellschaft Basel
  • Persönliche Insignien des afghanischen Königshauses und Bibliotheca Afghanica
  • Privatnachlass Robert Sommer
  • Privatsammlung Comics (Gérald Rudolf)
  • Verein Celestino Piatti

Tintenfrass, Digitalisierung und KI 

Die Zusammenarbeit und die vertragliche Verbindung ermöglichen auch künftig die moderne Erforschung dieser Bestände sowie deren Bewahrung. Im Zentrum steht unter anderem das Tintenfrassprojekt, das über den Kanton Basel-Stadt finanziert wird, und das die betroffenen Schriften vor dem Zerfall schützt. So bleiben Basler Traditionen erhalten. Dank der Verträge können diese Bestände behandelt, restauriert und digitalisiert und damit der weltweiten Forschung und Öffentlichkeit einfacher zugänglich gemacht werden. Durch die Digitalisierung werden sie zudem mit Unterstützung von KI durchsuchbar und erforschbar – alte Sprachen und Schriften sind künftig keine Hindernisse mehr für den Zugang zu den Inhalten.

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