Über verschiedene Videos geben wir Einblicke in die Universitätsbibliothek Basel und ihre Sammlungen oder Services.
Hans Gygax war ein Basler Literat, Kunsthandwerker und Privatgelehrter. Nach der Schule absolvierte er an der Basler Gewerbeschule eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Bekannt wurden er mit seinem Holzspielzeug „Faxlibutz“. In den 1950er Jahre entwickelte er im Raum Zürich grafische Verfahren sowie Messing-Silber-Ätztechniken, veröffentlichte handkolorierte Holzschnitt-Illustrationen und gestaltete Innenraumdesigns für Gastronomiebetriebe in Zug, Zürich und Basel.
Im Pensionsalter kehrte Gygax in seine Heimatstadt zurück. In einem Mansarden-Atelier an der Clarastrasse in Kleinbasel widmete er sich vermehrt parawissenschaftlichen Phänomenen und wissenschaftskritischen Fragen, die er zu collageartigen Manuskripten zusammenfasste. Für die Publikation der Faksimileausgabe von «Weltende in Kürze» erhielt er den Berner Buchpreis. Als eigenwilliger Kopf und spätberufener Literat hinterliess er einen umfangreichen Nachlass, der seit 2017 in der Basler Universitätsbibliothek aufbewahrt wird. Dieses Konvolut aus Mischmaterialien konnte dank Stiftungsgeldern in einem zweijährigen, interdisziplinären Projekt aufbereitet, erschlossen und teildigitalisiert werden.
Wie wurde Wissenschaft im Mittelalter verstanden? Studierende der Universität Basel befragen alte Quellen, um herauszufinden, was wir aus der Vergangenheit für die heutige Forschung lernen können. Tauchen Sie ein in faszinierende Erkenntnisse aus der Geschichte der Wissenschaft – präsentiert von der Universitätsbibliothek Basel und dem Philosophischen Seminar der Universität Basel.
Ruth Waldstetter wurde 1882 in Basel mit bürgerlichem Namen Martha Geering geboren und war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Schweiz. Ihre Erzählungen wurden vielfach verlegt, ihre Romane mit Preisen ausgezeichnet und ihre Dramen auf renommierten Bühnen in der Schweiz gespielt. Auch als Theaterkritikerin und als Rednerin am Schweizerischen Kongress für Fraueninteressen im Jahr 1921 war Ruth Waldstetter eine bekannte Stimme. Gelebt hat sie u. a. in Basel, Bern, Paris und zuletzt in Arlesheim, wo sie 1952 verarmt starb.
Die Universitätsbibliothek Basel besitzt eine ganze Reihe von Waldstetter-Autographen, die in dem literarischen Kurzporträt vorgestellt und in ihren jeweiligen historischen Zusammenhang gestellt werden.
Seit Anfang 2024 leitet Dr. Noah Regenass die Historischen Sammlungen der Universitätsbibliothek Basel. Als neuer Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung nimmt er eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der zukünftigen Dienstleistungen und Schwerpunkte der Historischen Sammlungen ein. Um ihn etwas besser kennenzulernen, haben wir Noah Regenass eingeladen, uns ein paar Fragen über sich und seine neue Funktion zu beantworten.