Ort: Universitätsbibliothek Basel, Vortragssaal 1. Stock
Veranstalter:
Universitätsbibliothek Basel
Wie erlebt ein Autor die Übersetzung seiner Romane? Was bedeutet es, wenn sein Werk in einer anderen Sprache eine neue Form annimmt? Darüber sprechen wir in der 13. Veranstaltung unserer Reihe «Vom Übersetzen: Basler Gespräche»
Alain Claude Sulzers Romane sind in viele Sprachen übersetzt, ins Französische zumeist, aber Ein perfekter Kellner können wir auch auf Finnisch (Täydellinen tarjoilija) oder auf Bulgarisch (Перфектният келнер) lesen, Zur falschen Zeit auf Ungarisch (Rosszkor születni) oder Aus den Fugen auf Niederländisch (Uit de toon) – um nur einige seiner Titel zu nennen, die in anderen Sprachen und kulturellen Kontexten eine andere, eine neue literarische Existenz beginnen.
Was bedeutet es für Alain Claude Sulzer, wenn er seine Romane in ein eigenständiges, anderssprachiges Leben entlässt? Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Übersetzer, der Übersetzerin, dem oder der er seinen Roman anvertraut? Wie erlebt er den Prozess der Übersetzung und die neue, eigenständige Form seines Werks, zumal wenn dieses in eine Sprache übersetzt wird, die er selbst nicht beherrscht? Wie wird sein Werk in Frankreich, in Spanien oder in den Niederlanden aufgenommen? Wie erlebt er den Kontakt mit dem dortigen Lesepublikum?
Über diese und andere Fragen sprechen wir mit Alain Claude Sulzer – und nehmen in unserer Veranstaltungsreihe „Vom Übersetzen“ erstmals eine andere Perspektive in den Blick, indem wir den Fokus vom Übersetzen auf das Übersetztwerden verlagern.
Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt in Basel, Berlin und im Elsass.
Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht, u.a. Ein perfekter Kellner, Zur falschen Zeit, Aus den Fugen, Doppelleben und 2024 der Roman Fast wie ein Bruder. Im Herbst 2026 erscheint sein neuer Roman Szenenwechsel. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er zuletzt den Solothurner Literaturpreis 2025. Er ist Mitbegründer von LiedBasel sowie künstlerischer Mitarbeiter des Projekts Haydn2032 und des Festivals Erasmus klingt
Moderation: Martin Zingg (Schriftsteller, Übersetzer), Dorothea Trottenberg (Literaturübersetzerin)
Treffpunkt: 18:00 Uhr, UB Hauptbibliothek, Vortragssaal (1. Stock)
Dauer: 75 Minuten
Der Eintritt ist kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.
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