Sammlungsverantwortlicher

Über die Sammlung

Die Sammlung umfasst gegenwärtig rund 450 private Archive aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Enthalten sind vor allem Nachlässe von Personen, zudem auch Archive von einigen Körperschaften sowie wenige Familienarchive. Die UB Basel hat schon früh nicht nur gedruckte Bücher, sondern auch ungedruckte Werke oder Briefschaften gesammelt. Die Aufstellung erfolgte zunächst nach dem Pertinenzprinzip, also nach Fachgebieten (Theologie, Jurisprudenz etc.) oder nach Materialart (Briefe). Erst seit dem 20. Jahrhundert werden die Nachlässe und Privatarchive unter eigenen Signaturen aufgestellt (Provenienzprinzip). Die Sammlung umfasst hauptsächlich Nachlässe von Angehörigen der Universität Basel. Nebst den wissenschaftlichen Beständen bilden die Bereiche Literatur und Musik die beiden anderen Schwerpunkte der auf Basel bezogenen Sammlung.

Die Nachlässe und Privatarchive sind durch verschiedene Kataloge unterschiedlich tief erschlossen. Sie beginnen Ihre Recherche mit Vorteil in swisscollections und konsultieren danach die weiteren einschlägigen Findmittel.

 

Suche nach einem Bestand und dessen Ordnungsstruktur

Eine Übersicht über Aufbau und Ordnungsstruktur der erschlossenen Nachlässe und Privatarchive finden Sie unter:

Nachlässe oder Teile davon finden sich vor allem unter der Signatur NL, jedoch auch unter den Signaturen kr und kk (musikalische Nachlässe), unter der Signatur Archiv (Körperschaften, Vereine und Familien) sowie vereinzelt in Handschriften-Signaturen.

 

Suche nach einem speziellen Dokument

Wenn Sie ein spezielles Dokument, z.B. auch einen Brief, suchen, sollten Sie zunächst in swisscollections und im Briefkatalog (Zettelkatalog im Sonderlesesaal) suchen oder die Findbücher konsultieren, die zum Teil Register enthalten.

 

Erschliessungsstand

Ein Teil der Nachlässe und Privatarchive ist bis auf Ebene der Serien oder Dossiers vollständig in swisscollections verzeichnet. Nur wenige Nachlässe sind allerdings detailliert bis auf Stufe der einzelnen Dokumente erschlossen.

Bei einem anderen Teil der Nachlässe und Privatarchive ist nur der Bestand als Ganzes in swisscollections nachgewiesen. Es bestehen dann jedoch Findbücher, die als PDF bei der Bestandsaufnahme in swisscollections aufgeschaltet sind. Die Findbücher sind in Papierform auch im Sonderlesesaal zugänglich. Bitte erkunden Sie sich bei der Aufsicht im Sonderlesesaal danach.

Die Erschliessung wird laufend verbessert. Daher finden sich auch Bestände, bei denen erst einzelne Serien oder Dossiers in swisscollections nachgewiesen sind. Noch nicht bearbeitete Bestände sind nicht in swisscollections nachgewiesen.

 

Literatur

Martin Steinmann: Die Handschriften der Universitätsbibliothek Basel: Übersicht über die Bestände und deren Erschliessung. Basel: Verlag der Bibliothek, 1987, 2., nachgeführte Aufl. (Katalog).

Daniel Suter: Gelehrtennachlässe aus 550 Jahren: Begleitpublikation zur Ausstellung «Sammeln, sichten, sichtbar machen. Gelehrtennachlässe aus 550 Jahren». Basel: Universitätsbibliothek, 2010 (Katalog).

Wissenschaftsgeschichte

Basel ist seit der Universitätsgründung 1460 und dem Aufkommen des Buchdrucks im 15. Jahrhundert eine Stadt der Wissenschaften. Viele gelehrte Männer und Frauen (seit dem 20. Jahrhundert) waren hier tätig. Deren Nachlässe werden traditionsgemäss von der UB Basel gesammelt. Ältester Bestand ist der Werknachlass des Theologen Johannes Heynlin von Stein (ca. 1430-1496). Weitere wichtige Nachlässe stammen etwa von Johann Jakob Bachofen (1815-1887), Jacob Burckhardt (1818-1897), Franz Overbeck (1837-1905), Elsa Mahler (1882-1970), Edgar Salin (1892-1974) oder Lucius Burckhardt (1925-2003).

Musikstadt Basel

Die Stadt Basel ist ein Ort der Musik ist und besass etwa als erste Stadt in der Schweiz ein Konservatorium (1905). Bedeutende Musiker und Musikwissenschaftler wirkten in Basel und hinterliessen Nachlässe, die heute in der UB Basel zugänglich sind. Die Sammlung umfasst gegenwärtig über 70 Privatarchive. Zu nennen sind etwa die Nachlässe von Friedrich Theodor Fröhlich (1803-1836), Hans Huber (1852-1921), Hermann Suter (1870-1926), Felix Weingartner (1863-1942), Ernst Levy (1895-192), Benno Ammann (1904-1986) oder Jacques Wildberger (1922-2006).

Literarisches Leben

Zu den Schwerpunkten der Privatarchive-Sammlung der UB Basel gehören Nachlässe von Basler Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Zu nennen sind etwa die Nachlässe von Cécile Ines Loos (1883-1959), Rainer Brambach (1917-1983), Fritz René Allemann (1910-1996) oder Guido Bachmann (1940-2003). Ergänzt wird die Sammlung durch Archive ausser-baslerischer Autoren und Autorinnen wie Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817), Romain Rolland (1866-1944), Marina Ivanovna Cvetaeva (1892-1941) oder Hans Henny Jahnn (1894-1959).

Archivalien können Sie in der Regel direkt in swisscollections bestellen. Die Bestellungen liegen, abhängig von deren Umfang, nach einigen Arbeitstagen bereit.

Es können Benutzungseinschränkungen bestehen. In diesen Fällen ist im Katalog kein Bestell-Button vorhanden. Für Fragen zu solchen Archivalien kontaktieren Sie uns bitte vorab: hss-ub@clutterunibas.ch, Tel. +41 61 207 29 93.

Für Archivalien, die nicht in swisscollections verzeichnet sind und die Sie einsehen möchten, bitten wir Sie, sich im Voraus anzumelden: hss-ub@clutterunibas.ch, Tel. +41 61 207 29 93.

Benutzungsbeschränkungen

Die Universitätsbibliothek Basel richtet sich beim Zugang zu ihren Nachlässen und Privatarchiven, soweit bei ihrer Übernahme keine anderen Vereinbarungen eingegangen wurden, nach den Bestimmungen des Basler Gesetzes über das Archivwesen (siehe Archivgesetz Basel-Stadt).

Benutzungsbeschränkungen sind in swisscollections nur summarisch angegeben. Für die Einhaltung der Einschränkungen, welche sich aus den Gesetzen über das Urheberrecht und den Persönlichkeitsschutz ergeben, sind die Benutzenden selbst verantwortlich.