Sammlungsverantwortliche

Über die Sammlung

Die Wirtschaftsdokumentation des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs (SWA, Teil der UB Basel) ist ein bedeutender Quellenbestand zur Schweizer Wirtschaft und Wirtschaftspolitik. Die Quellen reichen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Archiv und Bibliothek und umfassen drei Bereiche: Die Dokumentation zu Firmen und Organisationen, die Personendokumentation zu Akteuren aus Wirtschaft und Politik, sowie die thematische Sachdokumentation. Die Dokumentensammlungen umfassen Zeitungsausschnitte, Kleinschriften, Jubiläumsschriften, Jahresberichte, biografisches Material oder Statistiken  - in gedruckter und digitaler Form.
Alle Wirtschaftssektoren, die Wirtschaftspolitik, aber auch gesellschaftliche Themen sind abgedeckt. Die Sammlung ist für wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtliche Fragestellungen von Interesse. Aktuelle Wirtschaftsinformationen sind für Ökonomen relevant. Universitäre Forschende werden ebenso fündig wie JournalistInnen und WirtschaftspraktikerInnen.

Die Dokumente und Dokumentensammlungen der Wirtschaftsdokumentation sind im Rechercheportal SWA zu finden.
Das Rechercheportal SWA ist der Katalog des Schweizerischen Wirtschaftsarchivs.
Zusätzlich gibt es das Rechercheportal Zeitungsausschnitte (mit Login), wo einzelne Zeitungsausschnitte recherchierbar sind.

Alle Bestände sind ebenfalls im Suchportal swisscovery Basel zu finden. Kombinieren Sie bei der Suche den Namen einer Firma oder Organisation, den Namen einer Person oder einen thematischen Begriff mit dem Suchbegriff "Dokumentensammlung". Verwandte Dokumente oder Dokumentensammlungen erhalten Sie, wenn Sie in der Trefferanzeige auf ein Schlagwort klicken.
Bestellungen machen Sie immer in swisscovery.
swisscovery Basel ist das Suchportal des Bibliotheksnetzwerks Basel.

Das Suchportal swisscollections verzeichnet nur ganze Dokumentensammlungen (in Schachteln), nicht aber einzelne Kleinschriften, Jahresberichte oder Zeitschriften. Die Archivtektonik gibt einen Überblick über die Dokumentensammlungen.
swisscollections ist Ihr Sucheinstieg zu historischen und modernen Sammlungen in Schweizer Bibliotheken und Archiven.

Schachteln der Dokumentation Firmen und Organisationen

Firmen und Organisationen

Die Firmen- und Verbandsdokumentation enthält Dokumentensammlungen zu fast 20'000 Körperschaften aus allen Wirtschaftssektoren und aus der Wirtschaftspolitik, vor allem aus der Schweiz. Neben Firmen sind Verbände, soziale und wissenschaftliche Institutionen, Behörden, Bahnen, Messen, Landesausstellungen sowie internationale Organisationen vertreten.
Die Dokumentensammlungen reichen bis in die Gegenwart und gehen meistens bis ca. 1910 zurück, zum Teil bis ins 19. Jahrhundert. Sie besitzen einen Umfang von einer Mappe bis zu mehreren Archivschachteln. Sie umfassen auch Werbung, technische Dokumentationen oder Finanzanalysen.

Symbolbild Personendokumentation

Personen

Die Personendokumentation enthält rund 15'000 Dokumentensammlungen zu Personen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Sie deckt primär die Schweiz ab. Die Dokumentensammlungen enthalten Unterlagen ab 1910 bis in die unmittelbare Gegenwart. Zum Teil reichen die Unterlagen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bekanntheitsgrad und publizistisches Echo einer Person bestimmen den Umfang der Dokumentensammlungen: Dieser reicht von ein bis zwei Zeitungsausschnitten bis hin zu mehreren Archivschachteln samt Biografien, Autobiografien oder Nachrufen.

 

Zeitungsausschnitte der Sachdokumentation

Sachthemen

Die Sachdokumentation dokumentiert die schweizerische Wirtschaftsentwicklung und die Wirtschaftspolitik im aktuellen und historischen Verlauf. Die rund 5000 Dokumentensammlungen enthalten Unterlagen ab 1910 bis in die unmittelbare Gegenwart. Inhaltlich reicht das Spektrum von Agrarpolitik bis zum Bankgeheimnis, von der Metallindustrie über Wohnungsfragen bis zur Demografie. Zum Teil reichen die Unterlagen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Es gibt auch Dokumentensammlungen zur Volkswirtschaft ausländischer Länder und zu den Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz zu anderen Ländern.

Dokumentensammlungen können Sie im Katalog oder vor Ort bestellen und im Sonderlesesaal von UB Wirtschaft - SWA einsehen. Bestellungen bis 16 Uhr liegen in der Regel nach 30 Minuten vor.
Bücher und Broschüren ab 1900 können Sie über den Katalog bestellen und ausleihen. Für die Bestellung benötigen Sie ein swisscovery-Benutzungskonto.
Elektronische Ressourcen sind direkt zugänglich (E-Kleinschriften, E-Zeitschriften); für elektronische Zeitungsausschnitte gelten Beschränkungen.

Reproduktionen

Sie dürfen Dokumente aus Dokumentensammlungen kopieren oder fotografieren.
Für professionelle Reproduktionen von Dokumenten aus den Dokumentensammlungen gelten die Preise des Digitalisierungszentrums der Universitätsbibliothek Basel; die Rechnungsstellung erfolgt direkt über die UB.

Veröffentlichung

Für die Veröffentlichung (Print oder online) von Bildern oder Dokumenten aus dem SWA gilt die Repro-Richtlinie der Universitätsbibliothek Basel (PDF).

Zitieren von SWA-Beständen

Bitte beachten Sie die Zitierrichtlinien (PDF) für Unterlagen aus dem SWA.

Leihgaben für Ausstellungen

Für Leihgaben kontaktieren Sie uns bitte.

Elektronische Kleinschriften, Zeitschriften und Jahresberichte

Viele Inhalte der Dokumentationen Firmen und Organisationen und der Sachthematischen Dokumentation sind ab Erscheinungsjahr 2005 elektronisch als PDF-Dateien verfügbar. Sie sind im Suchportal swisscovery Basel und im Rechercheportal SWA recherchierbar.

Rechercheportal Zeitungsausschnitte

Die elektronischen Zeitungsausschnitte ab 2013 und die retrodigitalisierten Zeitungsaussausschnitte bis 2012 sind im Netzwerk der Universität Basel online zugänglich.

Elektronische Medien

Die E-Journals, Datenbanken und E-Books der UB Basel sind in den Räumlichkeiten des SWA verfügbar.

Volltexte aus dem SWA auf Wikisource

Das SWA stellt wichtige Volltexte aus seinen Dokumentensammlungen auf Wikisource zur Verfügung - die Texte wurden genauen Korrekturlesungen unterzogen, um den exakten Originalwortlaut zu garantieren.

Rudolf Wackernagel, Geschichte der Stadt Basel (3 Bände, 1907-1924)

Die Giftmörderin Frau Anna Maria Buser, eine aktenmäßige Darstellung von J. Ulrich Walser (1840)

Aerztliche Glossen zum Fabrikgesetz-Entwurf von Dr. C. Zehnder (1876)

Carl Spitteler, Unser Schweizer Standpunkt (1914/1915)

Karl Müller, Kriegsbriefe eines neutralen Offiziers (1915)

Robert Durrer, Kriegsbetrachtungen (1915)

Julius Landmann, Die Kriegsfinanzen der Grossmächte (1915)

Die Freiwirtschaftliche Bibliothek (FB) ist eine Spezialsammlung und umfasst über 1350 Werke zu den Themen Freiwirtschaft, Freigeld und Freiland. Neben Schriften von Vertretern der Freiwirtschaftlichen Bewegung umfasst sie weitere wirtschaftspolitische und wirtschaftstheoretische Werke.

Recherche und Benutzung

Die Dokumente der FB sind alle in swisscovery erfasst.
Die Dokumente der FB stehen im Magazin. Sie können im Katalog bestellt und ausgeliehen werden.

Weitere Recherche-Möglichkeiten:

Die Freiwirtschaftliche Bibliothek

Die Freiwirtschaftliche Bibliothek ist das Werk des Baslers Paul Gysin (1911-1993). Während rund 35 Jahren trug er zum Thema Geld- und Bodenreform Bücher, Broschüren und Pamphlete zusammen, um sie der Forschung zugänglich zu machen.

Seit den 1990er Jahren ist der Bestand in der UB Wirtschaft - SWA (damals noch WWZ-Bibliothek/SWA genannt) zugänglich. Zur Ergänzung des Bestands der FB trägt die NWO-Stiftung Belcampo bei.

Die Freiwirtschaftliche Bibliothek dokumentiert die theoretischen Grundlagen der Freiwirtschaftslehre, ihre wirtschaftspolitischen Forderungen und deren Rezeption in der Schweiz.

Freiwirtschaft

Die freiwirtschaftliche Lehre - von Silvio Gesell (1862-1930) begründet  - strebt eine natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) an. Geld soll nicht gehortet werden, sondern ständig im Umlauf sein, Grundbesitz soll als Freiland verpachtet werden.

Politisches Sprachrohr für die Ideen Silvio Gesells in der Schweiz waren ab 1915 folgende Organisationen:

  • Schweizerischer Freiland-Freigeld-Bund (1915-1923)
  • Schweizerischer Freiwirtschaftsbund (1924-1943)
  • FBS Freiwirtschaftliche Bewegung der Schweiz (seit 1943)
  • LSPS, Liberalsozialistische Partei der Schweiz (1946-1990)
  • INWO Schweiz -  Internationale Vereinigung für Natürliche Wirtschaftsordnung Schweiz (seit 1990).

Die Freiwirtschaftliche Bibliothek beinhaltet einen umfassenden Schriftenbestand der wichtigsten Vertreter dieser Organisationen: Hans Bernoulli (1876-1959), Theophil Christen (1873-1920), Friedrich Salzmann (1915-1990), Werner Schmid (1898-1981), Fritz Schwarz (1887-1958), Hans-Konrad Sonderegger (1891-1944), Werner Zimmermann (1893-1982) und weitere.